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Staatsmeisterschaften
2001
Österreichische Staatsmeisterschaften:
neues Reglement
Die österreichischen Staatsmeisterschaften
fanden heuer am 03. März in St. Pölten statt. Für Gmunden
startete Ludwig Großhaupt, der im Bewerb Kata einzel den 9. Platz
belegte und somit den Einzug ins Finale nur knapp verpaßte.
Bei diesen Staatsmeisterschaften kamen bereits die neuen
WKF-Wettkampfregeln zur Anwendung.
Hier ein kurzer Überblick über die grundlegendsten Änderungen:
In den Katabewerben sinkt die Zahl der Kampfrichter von 5
auf 3 und es werden keine Punktewertungen mehr abgegeben. Die
Sportler werden paarweise zusammengelost und treten
"gegeneinander" an, wobei die Kata, die in den ersten
zwei Runden vorgegeben ist, nacheinander vorgeführt wird. Eine
Entscheidung über das Weiterkommen in die nächste Runde wird von
den Kampfrichtern mittels Hochhalten von roten oder blauen Flaggen
angezeigt (der erste Sportler wird mit einem roten, der zweite mit
einem blauen Gürtel gekennzeichnet). Ab der dritten Runde sind
die Katas wieder frei wählbar.
Auch in den Kumitebewerben gibt es grundlegende Änderungen.
So zum Beispiel wurde das Wazari-/Ippon-Punktesystem (halber und
ganzer Punkt) abgeschafft. Statt dessen werden nun, je nach
Technik, von den Kampfrichtern Ippon (= 1 Punkt), Nihon (= 2
Punkte) und Sanbon (= 3 Punkte) vergeben. War früher der Kampf
bei Erreichen von 6 Wazari oder 3 Ippons aus, so geht der
Kumitebewerb jetzt über die volle Kampfdauer (außer es trennen
die beiden Kämpfer mindestens 8 Punkte). Auch hier werden die Kämpfer
mit roten und blauen Gürteln gekennzeichnet, zusätzlich farblich
passende, einheitliche Faustschützer.
Die Regeländerungen waren aber nicht nur für die Sportler neu,
auch die Kampfrichter hatten noch so manches Problem damit.
Bedauerlicherweise waren die heurigen Staatsmeisterschaften
relativ schlecht besucht, einige Bewerbe kamen auf Grund des
Teilnehmermangels nicht zu Stande. So wurde zum Beispiel die
geplante österreichische Meisterschaft für Kyu-Grade von
vornherein abgesagt.
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